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Sozialpreis 2017

Herausgegeben von in Sonstiges ·
Sozialpreis für AK Dritte Welt, Jugendfarm und Rheuma-Liga


Die Träger des Böblinger Sozialpreises erhalten ihre Auszeichnung von den Stadtvertretern (v. links): Sozialbürgermeister Tobias Heizmann, Reiner Bandlow vom AK Dritte Welt, Yvonne Paetel (Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement), Waltraud Ruckh und Gudrun Gruber von der Rheuma-Liga, Iris Wersich von der Jugendfarm und Oberbürgermeister Wolfgang Lützner Foto: Thomas Bischof

Von Jutta Rebmann

BÖBLINGEN. Zum neunten Mal vergab die Stadt Böblingen den Sozialpreis und würdigte damit die Leistungen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren.

Aus der Bürgerschaft heraus werden Vorschläge eingereicht für die Kategorien "Einzelpersonen und Personengruppen", "Vereine, Bürgerinitiativen, Organisationen und Projekte" sowie "Unternehmen". Insgesamt 17 Vorschläge - so auch die Böblinger Boxabteilung mit dem Thema Sport für Flüchtlinge - samt Begründungen erreichten die Verantwortlichen von der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement. Unter ihnen wurden die Preisträger ausgewählt. Auffällig: Diesmal gab es keine Vorschläge im Bereich Unternehmen.
Zu den Voraussetzungen für den Preis gehört neben der Nachhaltigkeit auch die Dauer des ehrenamtlichen Einsatzes. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt. Die Festrede hält traditionell der Erste Bürgermeister der Stadt, zu dessen Ressort der soziale Bereich der Stadtverwaltung gehört.
So war es eine Premiere für den noch nicht lange gewählten Tobias Heizmann, der in seiner Rede feststellte, dass die Rahmenbedingungen für den ehrenamtlichen Einsatz stimmen müssen. Man müsse sich wohlfühlen, denn wer sich engagiere, möchte etwas erreichen, der wolle etwas bewegen: "Engagement und und Ehrenamt sind ein Humankapital in einer Gesellschaft, die auf sozialen Frieden angewiesen ist." Heizmann bedankte sich bei seinen Mitarbeitern, insbesondere bei Ivonne Paetel, die auch diesmal wieder als Moderatorin durch das Programm führte und bei den Sponsoren des Sozialpreises, den Stadtwerken, der Mineraltherme und der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen.
Anschließend übergab Oberbürgermeister Wolfgang Lützner die Preise und stellte die Preisträger vor. Ausgezeichnet wurde Iris Wersich, seit 16 Jahren in der Jugendfarm Böblingen aktiv. Seit anderthalb Jahrzehnten gehört sie dem Vorstand an und ist als Leiterin nicht nur der Motor sondern auch das Aushängeschild der Böblinger Jugendfarm. Es ist maßgeblich ihr zu verdanken, dass die Jugendfarm aus kleinsten Anfängen heraus heute nicht mehr wegzudenken ist aus dem Leben der Stadt, durch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, durch tiergestützte Therapien hat sie dazu beigetragen, Kinder mit Behinderungen einzubeziehen, sie, so der OB, sei "äußerst hartnäckig beim Erreichen ihrer Wünsche". Jährlich mehr als 40 000 Besucher zeugen vom Erfolg dieser Hartnäckigkeit.
In der Rubrik "Vereine" ging der Sozialpreis an den Arbeitskreis Dritte Welt Böblingen, der 1976 gegründet wurde und seither ein Symbol für Gerechtigkeit in der Welt durch fairen Handel in Böblingen ist. Seit 1999 in der Stadtgrabenstraße ansässig, arbeiten zur Zeit mehr als 30 Ehrenamtliche im Eine-Welt-Laden.
Aber das Engagement geht weit über den eigentlichen Verkaufsdienst hinaus. Beispielgebend ist das generationsübergreifende Wirken des Weltladens, mit Schülerpraktika und Arbeit mit Schulklassen. Lützner betonte, dass das Böblinger Max-Planck-Gymnasium seit dem Jahr 2015 die erste Fair-Trade-School des Landkreises Böblingen ist. Zur Fair-Trade-Stadt war Böblingen bereits im Jahr 2013 geworden. Für alle ehrenamtlich Engagierten des Arbeitskreises nahm Vorstand Reiner Bandlow den Preis aus den Händen des Stadtoberhauptes entgegen.
Dritter Preisträger wurde die Arbeitsgemeinschaft Böblingen-Sindelfingen in der Rheuma Liga Baden-Württemberg. Die 1981 gegründete Arbeitsgemeinschaft ist eine Selbsthilfegruppe für alle vom Rheuma betroffenen Menschen, für alle die Schmerzen in Muskeln und Gelenken plagen. Unter dem Motto "Hilfe, die bewegt", arbeiten alle ehrenamtlich, die 30 Mitglieder sind selbst von der Krankheit in all ihren verschiedenen Ausprägungen betroffen.
Den Rheumakranken zu zeigen, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine sind, ist das Ziel der Gruppe. Mit mehr als 20 Gruppenangeboten, darunter Schwimmen in der Käthe-Kollwitz-Schule und Wochenendseminare auch für Angehörige, erleichtern sie den Kranken schwierige Zeiten und helfen mit Angeboten wie Jahresausflug und Wandertagen nicht nur Kranken, sondern auch den Angehörigen.
Für die Arbeitsgemeinschaft nahmen die Vorsitzende Waltraud Ruckh und Gudrun Gruber den Preis entgegen. Nach dem offiziellen Teil klang der festliche Abend mit Gitarrenmusik des Duos "Magic acoustic guitars" und einem Büfett in angenehmer Atmosphäre aus.





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