BÖBLINGEN (red). Beim Holzgerlinger Kür-Cup gingen fünf Turnerinnen der SV Böblingen an den Start – so viele wie noch nie.
Für die beiden Jüngsten, Kiara Vocelka und Aurelia Sonnentag, war es gar der erste Kürwettkampf überhaupt. Dementsprechenden aufgeregt waren sie. Trotz aller Nervosität gelang ihnen ein guter Start, doch am Schwebebalken zeigten sie Nerven und patzten. Am Boden bewiesen sie nochmal, was in ihnen steckt, was sich auch in den Punkten widerspiegelte. Aurelia Sonnentag bekam 10,55 Punkte und Kiara Vocelka gar 11,1. So kamen sie auf den zwölften Platz in ihrer Altersklasse.
Die älteren Turnerinnen – Lea Riesch, Franziska Kieß und Lucy Zillman – legten am Boden mit vielen Punkten los. Am Sprung zeigten alle ihre gewohnte Leistungen. Der Barren lief ungewöhnlich gut für Lucy Zillmann, 10,8 Punkte waren persönlicher Rekord. Der Schwebebalken lief bei allen dreien nicht ohne Sturz, sodass Lea Risch Zehnte, Franziska Kieß Siebte und Lucy Zillman Dritte wurde.
BÖBLINGEN (red). Die Turner der SV Böblingen verteidigten am letzten Wettkampf der Saison ihren Platz in der Bezirksliga.
Die Böblinger starteten in aller Früh nicht wie gewohnt nach der olympischen Reihenfolge (Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren, Reck) am Boden, sondern an den Ringen, sodass das gefürchtete Pauschenpferd zum letzten Gerät wurde. Trotzdem meisterte die Mannschaft diese Herausforderung und startete nach einem etwas holprigen ersten Gerät voll durch. Überraschungsgeräte waren Reck und Pauschenpferd – insbesondere an diesen beiden Geräte, die in der Saison zu den eher schwächeren zählten, erbrachten die SVB-Turner auffallend gute Leistungen. Was auch mit entsprechend hohen Punktzahlen honoriert wurde. Das bedeutete nach einem spannenden Wettkampf beim Ligafinale gegen elf Konkurrenten einen hervorragenden zweiten Platz und somit den Klassenerhalt.
Auch dass der beste Sechskämpfer von der SV Böblingen gestellt wurde, trug zum gelungenen Abschluss der Ligasaison bei. Neben den Trainern Mario Lutz und Frank Stahn zeigte sich auch Mannschaftsführer Martin Rehm zufrieden: “Nach diesem wichtigen Erfolg für die Mannschaft blicken wir motiviert nach vorne auf die nächste Saison und wollen dann mit neuer Energie angreifen.”
In Dresden fand am Wochenende des 11./12. November das dritte und letzte Wettkampfwochenende der Deutschen Turnliga statt. Seit diesem Jahr startet die Böblingerin Sarah Nolle für den Heidenheimer Sportbund in der zweiten Bundesliga, nachdem sie jahrelang Stammturnerin für die Wettkampfgemeinschaft Gäu Schönbuch, zuletzt in der Regionalliga Süd, war.
Mit dem Wechsel nahm sie die Chance wahr, in der zweithöchsten deutschen Liga zu starten. Der HSB fuhr an diesem Wochenende mit dem siebten Platz zwar das schlechteste Ergebnis der Saison ein, kann aber insgesamt mit dem 4.Tabellenplatz sehr zufrieden sein und hat das Ziel des Klassenerhalts in der Tabellenmitte gut gemeistert. Die Mannschaft ließ wertvolle Punkte am Schwebebalken, an dem das Team des HSB sonst so stabile Übungen zeigen konnte.
Sarah steuerte in Dresden mit ihrer Bodenübung sogar die höchste Wertung für die Mannschaft bei. Nachdem sie beim Heimwettkampf noch wegen einer Sprunggelenksverletzung auf den Doppelsalto verzichteten musste, konnte sie diesmal diese Höchstschwierigkeit, die auch Anforderung ist, wieder zeigen. Einen guten Start in die Saison erwischte sie schon in Waging am See im Mai, bei dem sie an drei von vier Geräten an den Start ging. Zudem war sie bei allen Wettkämpfen mit ihrem gebückten Tsukahara am Sprung eine wichtige Unterstützung für ihr neues Team.
Das Team der WKG Gäu Schönbuch freut sich über einen starken zweiten Platz am zweiten Wettkampftag der Regionalliga Süd. Nur der TSV Tittmoning blieb an diesem Tag ungeschlagen, die Mannschaft vom TG Hegau Bodensee landete auf Platz 3.
Die Mannschaft der WKG (Auf dem Bild von hinten links: Annika Baur, Sarah Nolle, Johanna Gelo, Tina Reichardt, Anabel Fegert, Kim Rinderknecht, Chiara Vees, Michelle Tyburzy, Annik Rein) präsentierte sich von Beginn an nervenstark und holte sich schon am ersten Gerät, dem Boden, den Gerätesieg. Nachdem sich die WKG nach dem ersten Wettkampftag durch eine etwas schwächere Personalaufstellung mit dem letzten Tabellenplatz zufrieden geben musste, war dieser gute Start in den zweiten Wettkampftag von hoher Bedeutung. Einen starken Auftritt am ersten Gerät zeigte vor allem die Böblingerin Sarah Nolle, die sich mit 12,05 Punkten die zweithöchste Wertung des Tages sicherte. Auch am Sprung, dem Paradegerät der WKG, ging es gut weiter. Mit vier sicheren gebückten Tsukahara holte sich die Mannschaft 48,90 Gerätepunkte und damit die zweithöchste Mannschaftswertung. Hier glänzte vor allem Chiara Vees mit 12,50 Punkten, dicht gefolgt von Sarah Nolle (12,40), Annika Baur (12,05) und Michelle Tyburzy (11,95). Am Barren zeigten sich die WKG-Turnerinnen trotz kleinerer Unsicherheiten nervenstark und sicherten sich 34,05 Punkte. Am letzten Gerät, dem Schwebebalken verzeichnete die Mannschaft nur einen Sturz, was das tolle Ergebnis abrundete.
Den Zuschauern wurde auch dank der spanischen Gastturnerin vom TSV Tittmoning einiges an spektakulärer Turnkunst geboten. Cintia Rodriguez Rodriguez holte sich in der inoffiziellen Einzelwertung den ersten Platz. Aber auch die WKG sicherte sich mit Rang zwei durch Sarah Nolle und Rang drei durch Chiara Vees gleich zwei Podestplätze.
Nicht zuletzt sorgten die neuen Turnanzüge der WKG Gäu-Schönbuch für einen strahlenden Auftritt. An dieser Stelle sei allen Turnerinnen und Eltern für die zahlreichen Spenden gedankt.
Weiter geht es für die Turnerinnen der WKG Gäu-Schönbuch am kommenden Sonntag mit einem Heimauftritt in der Sporthalle Gäufelden in Nebringen (Wettkampfbeginn 15 Uhr).
Kreiszeitung Böblinger Bote vom 26.04.2016 – WTG Heckengäu beim Ligafinale Erster, SV Böblingen wird Bezirksligist:
Beim Ligafinale des Schwäbischen Turnerbundes in Ingelfingen feierten mit der WTG Heckengäu und der SV Böblingen gleich zwei Turnmannschaften aus dem Kreis Böblingen den Aufstieg.
Die WTG Heckengäu trat nochmals gegen alle Kontrahenten aus der Landesliga an. Mit dem zweiten Platz hinter Heilbronn und den starken Leistungen aus der Vorrunde – die WTG hatte dort ohne Punktverlust alle besiegt – sprang am Ende die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga heraus. Die SV Böblingen freute sich derweil überraschend über den Aufstieg in die Bezirksliga.
WTG Heckengäu: Die Heckengäuer eröffneten am Boden und erturnten 53,5 Punkte. Lovis Spiess erhielt dabei als Riegenbester 14,2 Punkte für seinen äußerst sauberen Vortrag, Luc Scharr kam auf 13,4. Am Pauschenpferd musste die WTG einen Rückschlag hinnehmen, der das junge Team zunächst aus den vorderen Rängen verdrängte. Der 18-jährige Allrounder Lukas Unger stürzte und bekam nur 7,35 Punkte. Ralph Eichhorn (10,3 Punkte) und der wieder genesene Manu Tschur mit einer starken Kür (12,05 Punkte) sorgten für ein wenig Besserung. Auch an den Ringen gelang es den Heckengäuern nicht, viele Punkte gutzumachen. Trotz schöner Übungen von Tobias Weckerle (11,7 Punkte) und Simon Eitel (11,5 Punkte) zogen die anderen Teams vorbei. Daran änderte auch der saubere Tsukahara von Luis Weiß am Sprung nichts, für den es 12,55 Zähler gab.
Die Wende brachte der Barren. Am vorletzten Gerät drehte die junge Riege richtig auf. Punktgleich mit jeweils 13,2 Zählern überzeugten Andreas Tasis und Lovis Spiess. 51,7 Punkte in der Addition waren das Rekordergebnis am Barren. Diesen Schwung nahm die WTG mit ans Königsgerät, das Reck. In gewohnter Manier holte sich die Gemeinschaftsriege die zuvor verschenkten Punkte zurück. Mit jeder Übung wuchs das Selbstbewusstsein der Truppe um die Trainer Wayne Jaeschky, Eckart Schauerhammer, Yannick Weislogel und Marcus Scheu. Reckspezialist Christian Marques kam auf 12,35 Punkte, zwei Zehntel mehr erturnte Lukas Unger. Und mit 12,65 Punkten setzte Lovis Spiess nochmals ein Ausrufezeichen.
Für den zweiten Platz an diesem Tag bekam die WTG fünf Punkte. Mit den zwölf Zählern aus der Vorrunde ergab sich für die WTG ein uneinholbarer Vorsprung von 17 Zählern – die Meisterschaft war perfekt. Und der Aufstieg damit ebenfalls. Bester Sechskämpfer des Tages wurde Lovis Spiess mit 73,6 Punkten.
Turnmannschaft der SV Böblingen
SV Böblingen: Elf Teams kämpften um drei Plätze in der Bezirksliga. Dabei standen die Zeichen unmittelbar vor dem Ligafinale nicht gut. Ohne Nik Gallmeister (Knie) und Louis Mayer (Fuß) musste das Team kurzfristig auf sieben Positionen verändert werden. Dadurch kam so mancher Turner recht unverhofft an manchen Geräten zum Einsatz. Nach dem Barren rangierten die Böblinger nur auf Platz sechs. Am Reck musste Philipp Lutz für seine bis auf den Abgang ordentliche Übung unverständlich hohe Abzüge hinnehmen. So rutschte die SVB sogar auf Rang acht ab. Spätestens jetzt glaubte keiner mehr an den Aufstieg. Nun musste der Boden Besserung bringen. Mit 48,30 Punkten erturnte die SVB die zweitbeste Wertung an diesem Gerät und schaffte somit den Sprung auf Rang drei. Herausragend war Olivier Deuster, der die höchste Wertung im eigenen Team erreichte, obwohl er am Boden nur als Ersatz eingesprungen war. Sogar am Zittergerät Pauschenpferd behielten die Böblinger ihre Nerven. Mit einer soliden Leistung von Philipp Stärk und Ben Feucht wurde der Grundstein für Philipp Lutz gelegt, der eine riskante Übung präsentierte und die zweitbeste Wertung der Bezirksliga-Relegation erhielt. Vor den letzten zwei Geräten stand Rang fünf zu Buche.
Patzer der Konkurrenz macht den dritten Platz möglich
Den behielt Böblingen auch nach den Ringen, kam sogar bis auf einen einzigen Punkt an den MTV Stuttgart heran. Platz drei war damit wieder möglich. Dank des Patzers an den Ringen von Bolheim, das dadurch von Platz zwei auf vier abrutschte, kam die SVB tatsächlich noch auf den dritten Platz und durfte sich über den Aufstieg in die Bezirksliga freuen.