Die Kampfsportart Judo (柔道 japanisch für: Der Sanfte Weg) kommt aus Japan und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Jigoro Kano in seiner selbst gegründeten Schule – dem Kodokan – in Tokio gegründet.
Das Judo steht auf zwei Grundpfeilern: Kata und Shiai. Während in der Kata fertige Bewegungsabläufe trainiert und perfektioniert werden, steht im Shiai das Kämpfen im Vordergrund.
Neben den zwei Grundpfeilern des Judo gibt es außerdem zwei Grundprinzipien, nach denen jedes Judotraining und jede Judopraktik ablaufen sollten.
1.Sei ryoku zen yo – Das technische Prinzip

Es lautet: „Bester Einsatz von Geist und Körper“ oder auch „Bester Einsatz der vorhandenen Kräfte“, und bezieht sich unter anderem darauf, mit möglichst geringem Kraftaufwand und unter Ausnutzen der gegnerischen Kräfte möglichst große Wirkung erzielen.
2. Jita Kyoei – Das moralische Prinzip

Es lautet: „Durch gegenseitige Hilfenahme zu beiderseitigem Wohlergehen“. Jigoro Kano war hier besonders wichtig, dass Judo als Partnersport zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Man ist dazu angehalten sich gegenseitig zur helfen, Konflikte zu lösen und sich trotz kämpferischer Rivalität gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die Judoregeln
Judo findet sich heute international vor allem als Turnierkampfsport wieder. Hierbei gelten einige Regeln (ausführlich nachzulesen auf der DJB – Seite).
- Der Judokampf: Ein Judokampf geht nach neueren Regeln vier Minuten. Hat keiner der Kämpfer nach vier Minuten einen Punkte Vorsprung erreicht, geht der Kampf weiter bis einer der Kämpfer einen Punkt erzielt.
- Das Punktesystem:
- Ippon: Ein Ippon ist die höchste Wertung. Wer einen Ippon erziehlt gewinnt den Kampf. Ippons können durch einen kontrollierten Wurf auf den Rücken, Festhalten des Gegners in Rückenlage für 20 Sekunden oder durch Aufgabe des Gegners z.B. durch Würgen, oder Hebeln erzielt werden.
- Waza-Ari: Ein Waza-Ari ist die zweithöchste Wertung. Wenn der Gegner nicht kontrolliert auf dem Rücken sondern z.B. auf der Seite landet gibt es Waza-Ari. Zwei Waza-Ari werden zu einem Ippon addiert.
- Verbote und Strafen: Im Judo ist schlagen, treten, kratzen, beißen oder sonstiges unsportliches Verhalten verboten. Die Kämpfer verbeugen sich vor und nach dem Kampf voreinander um ihrem Gegenüber Respekt zu erweisen. Derart unsportliches Verhalten wird mit Hansoku-Make bestraft und der Judoka hat automatische Verloren. Des weiteren gibt es das sogenannte Shido für kleinere Vergehen (z.B. passiv kämpfen). Dieses wird nachher in der Punktewertung berücksichtigt.

