Tabellenführer eine Nummer zu groß

Von: Redaktion

Mit 43:58 unterlagen die Lady-Panthers gegen den MTV Stuttgart 2, konnten aber ihren fünften Tabellenplatz verteidigen. Nachdem zusätzlich zu Sharon Nack und Melanie Pfeffer auch noch Irena Dikic kurzfristig ausfiel, konnte man nur zu siebt antreten. Zudem waren auch Kasia Schindler und Mara Eberwein nicht hundertprozentig fit. Da hatten die SVB-Spielerinnen schon Mühe, sich gegen den permanenten Verteidigungs-Druck des MTV, bei dem Spielmacherin Anna-Maria Stock fehlte, zu behaupten. Vor allem gegen Centerspielerin Carolin Hauber mit ihren 1,95 Metern fanden die Böblingerinnen an beiden Enden des Feldes letztlich kein wirksames Mittel.

Der Start ins Spiel verlief zäh. Die Gastgeber waren wacher und immer einen Schritt schneller, was zur Folge hatte, dass den Panthers bereits nach gut fünf Minuten das fünfte Teamfoul belastet wurde und die MTV-Spielerinnen im ersten Viertel bereits elf Freiwürfe zugesprochen bekamen. Böblingen fand keinen Rhythmus und lief immer einem Rückstand hinterher. Nach den ersten zehn Minuten stand es 7:15, Lena Zeller hatte bereits ihr drittes Foul kassiert, und Stuttgart kontrollierte das Spiel nach Belieben.
Nach der ersten Pause besannen sich die Lady-Panthers allmählich auf ihre kämpferischen Qualitäten und standen in der Defensive viel besser. Man machte die Wege zum Korb besser zu und profitierte davon, dass die Stuttgarterinnen aus der Distanz mäßig trafen. Über schnelle Konter war man erfolgreich oder zog zumindest Fouls. Nach einem zwischenzeitlichen Zehnpunkterückstand verkürzten Schindler und Co. Punkt um Punkt und Youngster Anastasia Schlipf konnte eine Minute vor der Halbzeitpause den Anschlusstreffer zum 24:25 erzielen, ehe Stuttgart noch auf 24:27 erhöhte.
Noch besser liefen die ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Sechs unbeantwortete Punkte in Folge von Schlipf, Walz und Schindler sorgten für den Führungswechsel und veranlassten den MTV zu einer Auszeit und Umstellung in der Verteidigung. Bis zur 24. Minute konnten die Lady-Panthers die Führung mit 34:31 halten, doch nach ein paar Fehlwürfen schwand das Vertrauen in die eigene Treffsicherheit. Gegen die Zonenverteidigung wollten die Würfe von außen nicht mehr fallen und unter dem Korb räumten Hauber und Co alles ab. Und weil man sich zu lange mit den Misserfolgen im Angriff beschäftigte, ließ auch die Konzentration in der Verteidigung nach. Diesen Blackout nutzte Stuttgart mit druckvollen Angriffsaktionen um vorentscheidend auf 47:34 davonzuziehen. Zwar hielten die Panthers im letzten Viertel nochmal dagegen, aber die Kräfte reichten nicht mehr, um gegen die Intensität eines ausgeglichen besetzten Stuttgarter Teams nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Die 43:58-Niederlage ging somit in Ordnung.
Das Spiel zeigte, dass die Mannschaft trotz zahlenmäßiger Dezimierung die Intensität und das Niveau der letzten Spiele über weite Strecken des Spieles halten konnte, aber in der 1-gegen-1-Verteidigung noch einiges an Luft nach oben ist. Daran wird bis zum nächsten Spiel in Tübingen im Training zu arbeiten sein.

Für die SV Böblingen spielten:
L. Zeller (4), F. Walz (4), A. Schlipf (14/1 Dreier), C. Förster (2), M. Eberwein (2), C. Poetsch (4), K. Schindler (13).

17.02.2020
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