Temporeiches Spiel in Karlsruhe lässt hoffen

Von: Franz Arbinger

Im Spiel beim Tabellenführer PS Karlsruhe schlugen sich die Böblinger Regionalliga-Basketballerinnen achtbar. Am Schluss gab es zwar eine deutliche 68:86-Niederlage, doch in Sachen Tempo und Einsatzbereitschaft standen die Lady-Panthers den Gastgebern nicht nach und waren Mitte der zweiten Hälfte sogar noch mal in Reichweite. Mit spielentscheidend waren vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder Überzahlsituationen, die Karlsruhe durch schnelles Umschalten in den Angriff kreierte und erfolgreich auszunutzen verstand. Ein ums andere Mal war die Verteidigung der Lady-Panthers nicht schnell genug zurück und ermöglichte dem Gegner dadurch bereits 51 Punkte bis zur Pause. In der zweiten Halbzeit konnte Böblingen die gegnerischen Fastbreaks besser kontrollieren. Überraschenderweise konnte man das Duell der Distanzschützen von der Dreierlinie mit 8:3 für sich entscheiden.

Karlsruhe legte los wie die Feuerwehr und zeigte mit schnellen vier Punkten sofort, wie das Spiel laufen sollte: schnelles Spiel nach vorne und Verteidigung über das ganze Feld. Böblingen knüpfte allerdings an die Leistung aus dem letzten Spiel an und hielt dagegen. Innerhalb von knapp zwei Minuten wurde aus dem Rückstand eine 6:4-Führung, die man nach mehreren Wechseln bis zum 15:14 halten konnte. Dann rückte der Klassenprimus mit einen 8:0-Lauf die Verhältnisse gerade und zog zum 15:22 aus Böblinger Sicht vorbei. Böblingen ging das Tempo mit und hielt sich im zweiten Viertel durch vier erfolgreiche Dreier von Isabel Roquette und Amelie Wittmann im Spiel. Dennoch konnten sich die Gastgeber ab der Mitte des Viertels weiter absetzen und erzielten in diesem Abschnitt unter anderem ihre drei Dreipunktwertungen und insgesamt 27 Punkte. So schien das Spiel beim Pausenstand von 35:51 für Karlsruhe schon gelaufen zu sein. Doch die Lady-Panthers hatten sich vorgenommen, bis zum Schluss alles zu geben, und das taten sie auch. In der Defensive wurden dem Gegner die Würfe zunehmend erschwert, und im Angriff stimmten das Zusammenspiel und die Trefferquote, wobei sich in dieser Phase vor allem die Centerspielerinnen Kasia Schindler und Olivia Fleck auszeichnen konnten. Als Amelie Wittmann mit ihrem zweiten Dreier nach 27 Minuten das 49:59 erzielte, schien das Spiel wieder offen zu sein. Doch Karlsruhe behielt dank seinem routinierten Trio Anna Voß, Lotta und Paulin Simon die Ruhe und verschaffte sich bis zum Viertelende wieder ein 17-Punkte-Polster. Auch im letzten Viertel hielten beide Teams das Tempo hoch und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Ein Dreier von Franziska Körner sorgte drei Minuten vor Schluss noch für eine Ergebnisverbesserung zum 66:79, doch zu mehr reichte es, auch aufgrund von vier hintereinander vergebenen Freiwürfen, nicht mehr und man musste sich mit 68:86 geschlagen geben. Mit der Leistung und Einstellung aus den beiden letzten Spielen kann man aber auf jeden Fall zuversichtlich in die nächsten Begegnungen gehen.

Für die SV Böblingen spielten:

S. Hofmann, I. Roquette (15/4 Dreier), A. Wittmann (10/2), F. Körner (10/2), M. Pfeffer, C. Poetsch, C. Finkbeiner (6), O. Fleck (8), A. Taylor (7), K. Schindler (12).

Für den PS Karlsruhe trafen P. Simon (26), L. Simon (22/2 Dreier) und A. Voss (10/1) am besten.

27.11.2017 Frauen 1 › Saison 17/18
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