Judoabteilung der Sportvereinigung Böblingen - Werdegang und Geschichte  
 

 
 
50 Jahre Judoabteilung der SVB geändert: 3.11.2006
Am 14.10.2006 fand in der Aula am Murkenbach die 50-Jahr Feier der Judoabteilung statt. Auch diesmal konnten noch einige der "frühen" Mitglieder begrüßt werden.

Robert Loisch, der Leiter der Abteilung, gab einen Überblick über die Ereignisse und Veränderungen der letzten 50 Jahre. Grußworte des Böblinger Oberbürgermeisters (Alexander Vogelgsang), des Präsidenten der SV Böblingen (Prof. Dr. Gustav Schoder) und des Präsidenten des Württembergischen Judoverbandes (Paul Ulbrich) umrahmten die begeisternden Darbietungen von Judoka, Breakdancern, Akrobaten und HippHopp Tänzern.

Der Abend fand nach dem gelungenen Buffet einen schönen Ausklang in geselliger Runde.

Der ausführliche Bericht der Kreiszeitung über dieses Jubiläum steht unter der Überschrift Mit engagierter Jugendarbeit zu großen sportlichen Erfolgen.


 
 
Die Geschichte der Judoabteilung der SVB geändert: 10.4.2004
Bericht der "Kreiszeitung Böblinger Bote" über das 40-jährige Bestehen der Judoabteilung im Jahre 1996

Im "Boxersäle" begann es

Böblingen (wiv) - Dem früheren Leiter der Stadtwerke Böblingen, Kurt Gentner, und französischer Entwicklungshilfe haben es die Böblinger Judoka zu verdanken, dass sie in diesen Tagen das 40jährige Bestehen feiern können: Kurt Gentner hatte im Sommer 1955 den dortigen Judoverein zu einer Vorführung im Rahmen der Partnerschaftsfeiern nach Böblingen eingeladen. Und was die französischen Judoka in Böblingen unter der Leitung ihres Lehrers Jacques Thieullen einem staunenden Publikum zeigten, fand so viel Anklang, dass schon am 1. September 1956 in der SVB die Abteilung Judo gegründet wurde.

Erster Trainer war Eberhardt Kuklinski und das Training fand damals noch im "Boxersäle" der alten Turnhalle an der Tübinger Straße statt. Dort, wo sich hinter dem Pavillon des Verkehrsamtes der Treppenzugang zur Tiefgarage befindet. Die alten Kämpen erinnern sich noch gut daran, wie vor jedem Training die recht dünne und harte Judomatte auf- und hinterher wieder abgebaut werden mußte. Böblingens Judoka haben seither manchen Umzug hinter sich. Vom "Boxersäle" wechselten sie in die Friedrich-Schiller-Realschule, wo man sich den Raum mit den Tischtennisspielern teilen mußte. Von dort gings in die Justinus-Kerner-Schule. 1969 kam der Umzug in die neu erbaute Sporthalle. Zehn Jahre später organisierte der Nachfolger des damaligen Abteilungsleiters Albin Anselstetter, Adolf Berenfeld, die heutigen Trainingsräume in der Murkenbach-Turnhalle. Sie wurden mit tatkräftiger und finanzieller Unterstützung der Stadt Böblingen zu einem mustergültigen Trainingsraum (Dojo) mit Umkleide- und Duschräumen ausgebaut. 30 Mitglieder zählte die Abteilung zu Beginn und hatte schon damals Ihre Höhen und Tiefen. In den ersten Jahren waren es einmal gerade noch sieben Mitglieder. Heute hat sich der Mitgliederstand - nach Rekordhöhen von mehr als 260 Mitgliedern in den 60er Jahren - auf zirka 180 Mitglieder eingependelt.

Geleitet wurde die Abteilung, zu der in den ersten Jahren noch Karate und Aikido-Sportler gehörten, im ersten Jahr von Kurt Gentner. 1957 wurde Albin Anselstetter zum Abteilungsleiter gewählt. In den 15 Jahren, in denen er das Amt innehatte, fielen die Umzüge in immer bessere Trainingsräume und die ersten großen sportlichen Erfolge der Judoabteilung. Zweimal schafften die Böblinger den Aufstieg in die damals höchste Klasse, einmal wurden sie sogar württembergischer Vizemeister. 1961 wurde Adolf Berenfeld Fünfter bei den deutschen Einzelmeisterschaften der Judojugend und Karl-Heinz Petschinka süddeutscher Jugendmeister im Schwergewicht. Ab 1973 leitete - nachdem sich zuvor Reiner Bemmet und Ingrid Candowitz in der Abteilungsleitung abgewechselt hatten - Adolf Berenfeld die Abteilung. Mit zum sportlichen Aufschwung - vor allem im Jugendbereich, aber auch bei den Männern - trug die von Berenfeld initiierte Anstellung eines hauptberuflichen Trainers Anfang 1978 bei. Gernot Rohm widmete sich in den folgenden Jahren erfolgreich der Jugendarbeit. Judo war in dieser Zeit "in". Die Männer kämpften zwei Jahre lang in der zweiten Bundesliga. Einzelne Jugendliche, wie der Böblinger Davor Vlaskovac wurden deutsche Jugendmeister. Die Damen der Abteilung kämpfen heute in der zweiten Bundesliga und belegten im vergangenen Jahr den dritten Platz. Die Männer stehen derzeit in der Verbandsliga Württemberg auf Platz vier.

1990 legte der langjährige Abteilungsleiter Dr. Adolf Berenfeld, aus beruflichen Gründen - er hat sich im Schwarzwald eine orthopädische Praxis aufgebaut - die Abteilungsleitung nieder. Nachfolger wurde Michael Kurz. Er leitete die Abteilung bis zum Frühjahr dieses Jahres und trat dann samt dem hauptamtlichen Trainer sowie weiten Teilen des Vorstandes wegen (so seine Begründung) "Differenzen mit der Stadt Böblingen" zurück. Heute steuern Robert Loisch und Roland Sieger, tatkräftig unterstützt von Isolde Loisch, Gregor Kischkat, Susanne Erhardt und einem jungen Trainerteam das Abteilungsschiff durch wieder ruhiger gewordene Gewässer. Mit einem Empfang am 2. November im Dojo - gleich nachdem die Böblinger Bundesliga-Damen ihre Kämpfe beendet haben - will die Abteilung ihr Jubiläum feiern.

Die SVB-Gründermannschaft von vor 40 Jahren: Ernst Schill, Konrad Lux, Alfred Grob, Werner Feuersänger, Helmut Reichert (hinten von links), Albin Anselstetter, Jacques Thieullen aus Pontoise, Helmut Mästling, Harald Seifried, Hermann Schill (vorne von links) und Trainer Eberhardt Kuklinsky (rechts oben).


 
geändert: 13.01.2007, 17:16   © 2003-2017 SV Böblingen, Abteilung Judo
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