Blog - SV Boeblingen - Boxen

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Deisling-BW Meister

Herausgegeben von in Boxer Titel ·
Eduard Deisling eifert dem Papa nach

Vier Jungboxer hatte die SV Boeblingen für die u19 Meisterschaften in  Ruit gemeldet. Allerdings stiegen mit Eduard Deisling und  David Streljuhin nur zwei Schueler  in den Ring, krankheitsbedingt erhielten  Erwin Kliese und Dennis Malsam in Ruit keine Starterlaubnis.

Im Halbfinale lieferten  David Streljuhin gegen den Tuttlinger Mustafa Tura ein tolles Gefecht ueber drei  Runden, setzte auch die klareren Treffer und wurde von den Fachexperten als Punktsieger erwartet. Doch es kam anders,  denn zwei der eingesetzten Punktrichter gaben den Sieg an den Sportler aus Tuttlingen. Damit schied  der Böblinger Schüler ungerechter Weise aus dem Meisterschaftswettbewerb aus.

Eduard Deisling in der Leichtgewichtsklasse startend, bekam den Neckarsulmer Daniel Heckmann fuer das Finale zugelost und löste, von seinem Vater, dem ehemaligen WABV-Vizemeister  Viktor Deisling sekundiert, seine Aufgabe mit Bravour.
Zwar begann Heckmann sehr stuermisch und versuchte zu punkten, doch Eduard Deisling boxte konzentriert, konterte nach Belieben und siehe da,   der Neckarsulmer wurde vom Ringrichter angezaehlt und noch in der  1. Runde aus dem  Ring genommen.  



Der frischgebackene Baden/Wuerttembergische Meister Eduard Deisling mit seinem Vater/Trainer bei der Siegerehrung.

 




Music - Suedwestdeutscher Meister

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Nach geglueckter Revanche suedwestdeutscher Titeltraeger
Boxen: Grosser Erfolg für Ferit Music von der SV Boeblingen

BOEBLINGEN (maz). Mit einem starken Aufgebot an Jungboxern in der Altersstufe unter 19 Jahre hat die Boxabteilung der SV Boeblingen an den baden-wuerttembergischen Meisterschaften in Ruit teilgenommen. Insgesamt waren 118 Kaempfe erforderlich, um die Landesmeister zu ermitteln. Die SVB-Athleten konnten in den Begegnungen recht gut gefallen, boxten aber insgesamt etwas zu brav und landeten nur zwei Siege.

Auf Grund seiner ansprechenden Leistung in Ruit wurde dann auch nur Ferit Music zu den sueddeutschen Titelkaempfen nach Schwenningen eingeladen und holte sich dort nach zwei gewonnenen Begegnungen den Titel unter den fuenf Landesverbänden. Bemerkenswert vor allem war seine Leistungssteigerung im Revanchekampf von Ruit gegen den Freiburger David Kornmeier, den er sicherer bezwang als es die 2:1-Bewertung durch die Kampfrichter aussagt. - Alle Ergebnisse der SV Boeblingen:

Baden-wuerttembergische Titelkaempfe, Kadetten: Eduard Deisling (SV Boeblingen) 0:3-Punktniederlage gegen Maxim Wolschmidt (BC Singen), David Streljuhin (SV Boeblingen) 0:3-Punktniederlage gegen Sergey Drygla (BC Schwenningen), Erwin Kliese (SV Boeblingen) 3:0-Punktsieger gegen Daniel Kaiser (RW Stuttgart); Jugend: David Omerovic (SV Boeblingen) 1:2-Punktniederlage gegen Samet Demir (BC Radolfzell); Junioren: Taulant Krasniqi (SV Boeblingen) 0:3-Punktniederlage gegen Raphael Kornmeier (BS Freiburg), Daniel Strohscherer (SV Boeblingen) 2:1-Punktsieger gegen Denis Memidzan (BR Knielingen), Dennis Malsam (SV Boeblingen) 1:2-Punktniederlage gegen Kushtrim Kinolli (SV Spaichingen), Ferit Music (SV Boeblingen) 1:2-Punktniederlage gegen David Kornmeier (BS Freiburg), Taulant Krasniqi (SV Boeblingen) WO-Niederlage (der Boxer tritt kampfbereit an und gewinnt automatisch, wenn sein Gegner nach dem Ausruf seines Namens nicht innerhalb von drei Minuten im Ring erscheint) gegen Bauer (BR Knielingen), Daniel Strohscherer (SV Boeblingen) 0:3-Punktniederlage gegen Ikbal Karaoglanoglu (ASV Ebingen).

Sueddeutsche Titelkaempfe: Ferit Music (SV Böblingen) Aufgabesieger 1. Runde gegen Simon Froehlich (1. BC Frankenthal), Ferit Music 2:1-Punktsieger gegen David Kornmeier (BS Freiburg).



Helden der Region

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Zwei Kumpels mit harten Faeusten und weichem Herz
Gesundheits- und Sportwochen: Boxer Luan Krasniqi und Firat Arslan sind der Hoehepunkt bei "Helden der Region" - Mehr als ein Dutzend Gespraechspartner in Murkenbachhalle

Wer die Namen Luan Krasniqi und Firat Arslan hoert, wird nicht unbedingt zuerst an Boeblingen denken. Dabei haben die Boxer tatsaechlich einen Bezug dorthin. Als Hoehepunkt der Talk-Veranstaltung "Helden der Region" waren sie also bestens geeignet. Und nicht nur diese beiden hatten in der Murkenbachhalle einige Anekdoten dabei.

Von Michael Schwartz

BOEBLINGEN. Mehr als ein Dutzend Gespraechspartner hatten Volker Siegle - Organisator der Gesundheits- und Sportwochen - und sein Team zusammenbekommen. So vergingen die dreieinhalb Stunden für die rund 150 Zuschauer wie im Flug. Dank einer liebevoll gestalteten Buehne, rotem Teppich und Trockeneisnebel bei der Vorstellung wirkte die Talkrunde fast wie eine Sportgala. Wozu auch die prominentesten Gaeste des Abends beitrugen, die erstaunlichen Lokalbezug offenbarten.

Wenn man so will, startete die Karriere von Luan Krasniqi einst in der Boeblinger Hermann-Raiser-Halle. Dort wurde er wuerttembergischer Meister und ein gewisser Rudi Felger sah ihn zum ersten Mal boxen. Der war Sportamtsleiter in Sindelfingen und engagierte sich stark für die Einbuergerung Krasniqis. Nur so konnte dieser auch deutscher Meister werden. Firat Arslans Bezug zu Boeblingen geht hingegen ueber ein paar Ecken mehr. Der stammt naemlich aus Suessen. Genau wie ein gewisser OB. Als er noch Buergermeister in Suessen war, lernte Wolfgang Luetzner den Boxer bei einem Empfang kennen. Den gab die Stadt, weil Arslan Weltmeister geworden war. Auch wenn Luetzner einraeumte: "Ich hab' von Boxen soviel Ahnung wie meine Oma vom Schlagzeugspielen."

Die Boxer praesentieren sich als sympathische Zeitgenossen, die neben ihren harten Faeusten auch ein weiches Herz haben. Krasniqi engagiert sich für SOS Kinderdoerfer, Arslan ist Schirmherr bei "Mitmachen Ehrensache". Und die beiden sind dicke Kumpel. Als "Gottesgeschenk" bezeichnete Krasniqi die Freundschaft zu Arslan. Der habe immer zu ihm gehalten, auch als er einst einen Kampf aufgeben musste - eigentlich ein Unding im Boxen. "Alle, die mit mir im Ring sterben wollten, waren weg. Nur meine Familie und Firat waren noch da", so Luan Krasniqi. Arslan sprach in seinem unverkennbaren, schwaebischen Akzent davon, wie er oft ans Aufhoeren dachte, bevor er Virgil Hill den WM-Gürtel abgeknoepft hat. Bezeichnet diesen Kampf als den wichtigsten seiner Karriere. Am Ende versteigern die beiden ein paar Boxhandschuhe und holen so 700 Euro für den guten Zweck.



BW Cup in Boeblingen

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Die Schlussveranstaltung 2013 um den Baden-Wuerttemberg-Cup hatte wieder einmal die SV Boeblingen uebernommen. 17 Vereine des Verbandes reisten an und sorgten mit ihren Athleten in 20 Kaempfen für ausgezeichneten Boxsport.


Ehrung bei den Boeblinger Boxern nach einem erfolgreichen Jahr (von links): Abteilungsleiter Ewald Agresz, Trainer Viktor Deisling, die baden-wuerttembergischen Meister Danny Omerovic, Dennis Marsall, Taulant Krasniqi sowie Ferit Music, Erich Mueller (für 40-jährige Mitgliedschaft) und Trainer Lothar Weiß Foto: Di Rosa

BOEBLINGEN (maz). Es war die sechste Veranstaltung dieser Art, insgesamt boxten 61 Vereine um den begehrten Pokal. Ueberlegener Gewinner wurde die Staffel des ehemaligen deutschen Mannschaftsmeisters Neckarsulmer Sport Union, die den Pott, überreicht vom ehemaligen deutschen Schwergewichtsmeister Bernd Schwab, mit nach Hause nahm.
Die Staffel der SV Boeblingen belegte unter diesen starken teilnehmenden Mannschaften den sechsten Rang, was für die Verantwortlichen des Vereins, Abteilungsleiter Ewald Agresz und das Trainerteam mit Lothar Weiß, Viktor Deisling, Ralf Nedorna sowie Andrej Sutkevic, eine ausgezeichnete Bilanz bedeutet.  
Geehrt wurden auch die Jungboxer Danny Omerovic, Oliver Klotz, Dennis Marsall, Taulent Krasniqi und Ferit Music, die sich waehrend des Jahres besonders in Szene gesetzt hatten und baden-wuerttembergische Meisterschaften für die SVB erboxten. Einen Pokal überreicht bekam auch der ehemalige Erfolgsboxer Erich Mueller für seine 40-jaehrige Mitgliedschaft. In den anschliessenden Kaempfen stiegen vier SVB-Boxer und auch zwei Vertreter des VfL Sindelfingen in den Ring. Mit wechselndem Erfolg. Punktsiege feierten Dennis Marsall und Quendrim Bajraktari. - Alle Ergebnisse der Boeblinger Veranstaltung:

Schueler:
Antonio Petrusa (KSC Backnang) Punktsieg ueber Alexej Felde (SV Spaichingen),
Maxim Wolschmidt (BC Sinzheim) Punktsieg ueber Max Reisler (Neckarsulm),
Luan Karapidis (KSC Backnang) Punktsieg über Vladimir Grinenko (SV Spaichingen),
Tim Eßer (Neckarsulm) Punktsieg ueber David Streljuhin (SV Boeblingen).

Kadetten:
Kushtrim Kinoli (Spaichingen) Punktsieg ueber Erik Kiel (GB Stuttgart),
Matthias Martaler (Neckarsulm) Punktsieg ueber Ruslan Zhanabeyev (VfL Sindelfingen),
Dennis Marsall (SV Boeblingen) Punktsieg ueber Marco Cusi (BC Heidelberg).

Junioren:
Yanus Maranki (Reutlingen) Punktsieg ueber Nikola Rados (Gold Blau Stuttgart),
Ikbal Karaoglanoglu (ASV Ebingen) Punktsieg ueber Daniel Strohscherer (SV Boeblingen),
Quendrim Bajraktari (VfL Sindelfingen) Punktsieg ueber Baran Akbuga (KSC Backnang),
Abdulhabi Güngör (Ludwigsburg) Punktsieg ueber David Omerovic (SV Boeblingen).

Jugend:
Metehan Sahin (Heidenheim) Punktsieg über Hussain Hussaini (SSV Reutlingen),
Granit Turkaj (RW Stuttgart) Punktsieg über Mustafa Ciftci (SV Ludwigsburg),
Giuseppe Masuzzo (FB Esslingen) Punksieg über Can Ikiz (Neckarsulm).

Männer:
Abel Amsaleteghen (GB Stuttgart) Punktsieg ueber Pajtim Ramadani (FB Esslingen),
Omid Salim (Reutlingen) Disqualifikationssieger ueber Serhan Memedov (BC Sinsheim),
David Asubonteng (KSC Backnang) Punktsieger ueber Ararat Yigit (FB Esslingen),
Dinamuene Kisala (BC Pforzheim) Techn. K.o. 1. Runde ueber Alexander Fuß (Neckarsulmer SU), Stefan Locher (BR Klettgau) Punktsieg ueber Ahmet Karagözlu (TG Nürtingen),
Patrick Scholl (FB Esslingen) Punktsieg ueber Hüseyin Tuncer (Neckarsulmer SU).



Blocktraining 2013

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Der letzte Schliff fuer die Feinheiten



BOEBLINGEN (maz). Vor einem Jahr hatte die Abteilungsleitung der Boeblinger Boxer die Idee, ein Blocktraining auf die Beine zu stellen, in dem ein Wochenende lang Boxer aus anderen Vereinen individuell gefoerdert werden. Nun wurde der Plan in die Realität umgesetzt und loeste allseits positive Resonanz aus.

Der Boeblinger Abteilungsleiter Ewald Agresz lud die Sportler und Trainer ein, die zum Teil bereits im Vorjahr zu Gast in Boeblingen waren. So war der SSV Saalfeld (Thueringen) mit acht Boxern, zwei Boxerinnen und zwei Trainern anwesend, der VfB Gießen (Hessen) mit zwoelf Boxern und zwei Trainern, der benachbarte VfL Sindelfingen mit acht Boxern und zwei Trainern und die SV Boeblingen als Ausrichter war selbst ebenfalls mit zwoelf Boxern und deren Trainern Viktor Deisling und Andrej Sutkevic dabei. Organisiert, vorbereitet und geleitet wurden diese Trainingstage in der Halle des Kaufmaennischen Schulzentrums und im Paladion von den Boeblingern Ewald Agresz, Viktor Deisling und Andrej Sutkevic. Dabei stand boxspezifisches Training, Gymnastik, Seilspringen, Schattenboxen und Sparring sowie Feinheiten zur technischen Verbesserung des Kampfstils auf dem Programm. Für die jungen Boxer gingen so drei lehrreiche Tage vorbei, in denen neben der Verbesserung der sportlichen Faehigkeiten auch die Arbeit an der eigenen Persoenlichkeit und der Zusammenarbeit im Team im Mittelpunkt standen.

Natürlich wollte sich die SV Boeblingen auch als guter Gastgeber in Szene setzen, was nur durch die Hilfe zahlreicher Ehrenamtlicher geleistet werden konnte. So hat es den angereisten Gaesten aus Hessen und Thueringen, aber auch den Nachbarn des VfL Sindelfingen gut gefallen. Einer Neuauflage im kommenden Jahr duerfte daher nichts im Wege stehen.
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Böblinger Trio beim Cup in Ebingen erfolgreich[/b]

Neben dem Lehrgang war die Boxabteilung der SV Boeblingen aber auch mit der Jugend unterwegs. Mit vier Jungboxern reiste die SVB unter der Leitung der Trainer Andrej Sutkevic und Viktor Deisling zum Baden-Wuerttemberg-Cup nach Ebingen, bei dem am Ende allerdings nur drei Boeblinger zum Einsatz kamen.

Für eine schnelle Entscheidung sorgte der Schüler Eduard Deisling, der gegen den Pforzheimer Kein Qorri noch in der ersten Runde durch Aufgabe gewann. Dennis Malsam von der SVB war gegen Eduard Schreiner (BC Pfullendorf) der aktivere und ueberlegene Boxer und gewann am Ende verdient nach Punkten. Der Boeblinger Daniel Strohscherer trat in einem Sparringsgefecht gegen Konstantin Komendantov aus Neckarsulm an. Auch hier zeigte sich der beweglichere Boeblinger Athlet als der besser ausgebildete Faustfechter und gewann.



Georg Mornhinweg - ein Portrait

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Ringrichter Georg Mornhinweg: Mit Auge, Einfuehlungsvermögen, Fingerspitzengefuehl und der Erfahrung von über 6000 Kaempfen in 27 Jahren eine echte Groesse im Boxring KRZ-Foto: Volker Winkler

Max Schmelings Widmung haelt er in Ehren
Boxen: Der Hildrizhausener Georg Mornhinweg (68) steigt nach über 6000 Einsaetzen als Ring- und Punktrichter aus den Seilen.
Im kommenden Monat ertoent der letzte Gong für Georg Mornhinweg. Nach 27 Jahren mit mehr als 6000 Einsätzen als Punkt- und Ringrichter bei den Amateurboxern macht der Hildrizhausener Schluss. "Man soll aufhoeren, wenn es am schoensten ist", sagt der 68-Jaehrige.

Von Uli Meyer
HILDRIZHAUSEN. Eigentlich hatte er dieses letzte Kapitel bereits für 2010 geplant. Dann kam die Anfrage, ob er bei einem Zwoelf-Nationen-Turnier in Russland als Kampfrichter taetig sein koenne. "Als Rentner ist so was ja moeglich", machte es Georg Mornhinweg wenig Muehe, sich für 14 Tage aus der Heimat zu verabschieden. In Kurgan im Suedwesten Sibiriens vertrat der Hildrizhausener die deutschen Farben - und das richtig gut. "Ich wurde hinterher vom Technischen Delegierten als bester Ringrichter des Turniers ausgezeichnet", ist für Mornhinweg die ueberraschende Ehrung ein Stueck weit Bestaetigung gewesen, dass er seinen Job auch im fortgeschrittenen Alter noch kann. "Und weil es auch noch Spass gemacht hat, hab' ich überlegt, noch ein Jahr dranzuhaengen", begruendete Mornhinweg seinen Abschied vom Abschied. Aus dem einen Jahr sind inzwischen auch schon wieder drei geworden. Doch nun ist endgueltig Feierabend. Drei Tage vor Heiligabend steigt "Schorsch" Mornhinweg ein letztes Mal in den Ring. Für einen Freundschaftskampf, zu dem eine russische Stadtauswahl in Villingen zu Gast ist, wurde er als Ringrichter vom Verband angesetzt. "Dann reicht es aber auch wirklich."
Buch gefuehrt hat er haargenau. Seit Mornhinweg 1986 seine ersten Einsaetze als Punktrichter auf Landesverbandsebene bestritt, wurden sämtliche Aktivitaeten im Kampfrichterausweis protokolliert. Im Lauf der 27 Jahre sind endlos vielen Seiten beschrieben und mehrere Hefte gefuellt worden. Aufgrund seiner akribischen Buchfuehrung fällt ihm die Summierung nicht schwer. Bei 528 Veranstaltungen hat Mornhinweg 4213 Kaempfe als Punkt- und 1813 als Ringrichter bestritten. Dazu gehoerten auch 25 Einsätze in der Bundesliga, 16 bei deutschen Meisterschaften und 15 bei Laenderkaempfen. Mehrfach fuehrte ihn sein Hobby ins Ausland. Ehefrau Brigitte hat ihren Schorsch anfangs noch auf solchen Reisen begleitet. Aber aus ihrer anfaenglichen Sympathie für sie Szene ist eine Abneigung gegen das Boxen generell geworden. "Es tut mir fast körperlich weh, wenn ich manchen Jungen da im Ring leiden sehe", bekennt Brigitte Mornhinweg, die freilich ihrem Mann dessen Hobby nicht beschnitt. "Meine Frau hat mir die Zeit dafuer gelassen", erfuhr Georg Mornhinweg immer Verständnis dafür, dass er über Jahre hinweg fast jedes zweites Wochenende zahlreiche Stunden in irgendeiner Sporthalle verbrachte anstatt bei der Frau und den beiden Toechtern.
Boxen und Mornhinweg - das ist seit den Kriegsjahren bei der SV Boeblingen eine gaengige Verbindung. "Meine Onkels Willi und Ernst und mein Vetter Bruno waren aktive Boxer bei der SVB", war für Georg Mornhinweg der Weg in die Boeblinger Boxabteilung familiär geprägt. Als 16-Jaehriger stieß er 1961 dazu. In seinen 13 Jahren als aktiver Faustkaempfer bestritt der groß gewachsene Mann 50 Kaempfe vom Welter- bis zum Schwergewicht. "Ich war mehr der Techniker als der Schlaegertyp", beschreibt er seinen Kampfstil. Besondere sportliche Erfolge waren ihm nicht beschieden, und so schien die Zeit von Schorsch Mornhinweg im Ring 1974 ein unspektakulaeres Ende zu nehmen.
Der gebuertige Holzgerlinger hielt auch nach Ende seiner aktiven Laufbahn noch den Kontakt zum Verein und half bei der Organisation von Veranstaltungen. Aber ohne den Impuls von Alexander Mazur haette es den Ringoffiziellen Georg Mornhinweg wohl kaum gegeben. "Er hat mir das Amt nahegelegt", sagt Mornhinweg und misst dem SVB-Clubkameraden "ausschlaggebenden Einfluss" zu, sich auf dieser Schiene zu entwickeln. 1986 absolvierte er eine erste Pruefung zum Punktrichter, vier Jahre spaeter hatte Mornhinweg die nationale und sieben Jahre darauf auch die internationale Lizenz als Ringrichter. "Das ging relativ schnell und haengt auch von der Qualitaet ab", beschreibt er seinen Aufstieg zum allseits anerkannten dritten Mann im Ring. Seine Leitungsfunktion sieht vor, unsaubere Kampffuehrung zu unterbinden und die Kampfunfähigkeit eines der Kontrahenten festzustellen. "Ein gutes Auge, Einfuehlungsvermoegen, Fingerspitzengefühl und Erfahrung" machen für den Hildrizhausener einen guten Ringrichter aus.
Mornhinweg machte sich im Lauf der Zeit einen Namen in der Szene. "Vor zehn, 15 Jahren hat man mich mal gefragt, aber ich habe gleich abgesagt", erzaehlt er über ein Angebot, eine Profikarriere als Ringleiter einzuschlagen. Nicht zuletzt die Erfahrung von zwei gut bekannten Kollegen ("gluecklich geworden sind sie nicht") haben Georg Mornhinweg abgehalten. Was sicher auch damit zu tun hat, dass er sich im Amateurboxen zuhause fuehlt: "Das ist viel schoener als der Profibetrieb."
Auf große Boxernamen ist er trotzdem gestossen. "Den Sven Ottke habe ich ein paar mal als Ringrichter in der Bundesliga gehabt, bevor er Profi wurde", erzaehlt Mornhinweg über den spaeteren Mittelgewichts-Weltmeister. Bestens bekannt ist er auch mit dem Rottweiler WM-Kaempfer Luan Krasniqi. Und bei dem großen Turnier in Russland 2010 hat er mit dem einheimischen Huenen und ehemaligen WBA-Schwergewichtsweltmeister Alexander Valuev gesprochen.
Poster an der Wand wertvollerals saemtliche Ehrennadeln
"Ich war mit Herz und Seele dabei, es war ein Teil meines Lebens", sagt Mornhinweg im Rueckblick auf seine Karriere. Dass er nach dem letzten Gong in ein tiefes Loch fallen wird, glaubt er nicht. "Es wird mir zwar was fehlen, aber ich habe eine Familie mit zwei Enkeln, einen großen Garten und meine regelmaessigen Sehne-Touren", weiß sich der gelernte Technische Zeichner unter anderem mit der fruehmorgendlichen Zustellung von Backwaren zu beschaeftigen.
"Der Schorsch hat gute Arbeit geleistet", war Mornhinweg für seinen Mentor Alexander Mazur ein wuerdiger Repraesentant des SVB-Boxens. Goldene Ehrennadeln des Vereins, des Landes- und Bundesverbandes druecken diese Wuerdigung aus. Noch wertvoller ist für Georg Mornhinweg ein grosses Poster, das in seinem Buero an der Wand haengt und das er "sehr in Ehren halten" will. "Fuer Schorsch zum 60.Geburtstag", steht da in ueppigen Buchstaben neben dem Portraet des groessten deutschen Boxidols. Max Schmeling hat die Widmung handschriftlich vor acht Jahren, wenige Wochen vor seinem Tod, verfasst.




Vier Medaillen für sieben Boeblinger Starter

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Boxen: Bei den internationalen baden-wuerttembergischen Jugendmeisterschaften in Ravensburg sogar deutsche Titeltraeger geschlagen

In Ravensburg fanden die internationalen baden-wuerttembergischen Jugendmeisterschaften im Boxen statt. Mehr als 200 Athleten zwischen zehn und 18 Jahren waren in drei Leistungs- und allen Gewichtsklassen am Start. Darunter sieben Boxer der SV Boeblingen, die für einige Ueberraschungen sorgten.

Artikel vom 15. Oktober 2013 - 16:00

BOEBLINGEN (red). Erwin Kliese, Eduard Deisling, Daniel Strohscherer, David Omerovic, Ferit Music, Taulant Krasniqi reisten zusammen mit ihren Trainern Viktor Deisling und Andrej Sutkevic nach Oberschwaben. In zahlreichen Sparringskämpfen, zusätzlichen Trainingseinheiten und natürlich in den Wettkämpfen um die Meisterschaft konnten sie sich weiterentwickeln.
David Omerovic boxte bei seiner 0:3-Punktniederlage gegen Dario Renna (BR Knielingen) sehr zurueckhaltend und zeigte zu viel Respekt vor seinem Gegner. Auch in seinem zweiten Kampf blieb Omerovic gegen Demir Samed (BC Radolfzell) hinter den Erwartungen zurück und musste seinem Gegner den Sieg ueberlassen.
Daniel Strohscherer kaempfte gegen Dima Tsyuman (BR Kielingen) engagiert, der Boeblinger schloss seine Angriffe aber nicht konsequent ab. Sein Gegner hatte in vielen Szenen eine Hand mehr im Ziel, gewann den Kampf eindeutig mit 3:0 Punkten und wurde im Finale baden-wuerttembergischer Meister. Den ersten SVB-Sieg landete Ferit Music mit 3:0 gegen Thomas Halfinger (BC Singen). Der Boeblinger hatte nach der ersten Runde einen haushohen Vorsprung herausgeboxt, doch in der zweiten Runde setzte ihn Halfinger unter Druck. In der dritten Runde hatte wieder der Boeblinger die Oberhand und zog mit einem 3:0 ins Finale ein. Dort hatte er es mit dem deutschen Meister und Vizeeuropameister Artur Sauer vom BC Villingen-Schwenningen zu tun. Sauer startete sehr gut, so dass der Boeblinger an seine Leistungsgrenzen gehen musste. In der zweiten Runde wurde Sauer wegen seiner unsauberen Schlaege mit einer Verwarnung bestraft, was zum Punktvorteil für den Boeblinger Ferit Music fuehrte. In der Schlussrunde war er dann auch der aktivere Boxer im Ring, gewann und überraschte damit viele Experten, die vor Kampfbeginn den Boxer aus Villingen-Schwenningen als Sieger auf der Rechnung hatten.
SVB-Nachwuchsboxer Dennis Malsam war sehr aufgeregt und zeigte deshalb sein Können nicht wie erhofft. Der Boeblinger boxte zu passiv gegen Kustrim Kinolli (SV Spaichingen), hatte weniger Aktionen und unterlag nach Punkten. Taulant Krasniqi hatte es mit dem deutschen Meister 2013, David Kornmeier vom BSV Freiburg, zu tun. Nach einem schlechten Start verschenkte der Boeblinger die erste Runde. Danach aber setzte er die Anregungen seines Trainers Viktor Deisling sehr gut um, bewegte sich fortan sehr gut und wich seinem schwereren und hart schlagenden Gegner aus. Der Boeblinger boxte variabel, zeigte sich flexibel und entschied den Kampf knapp mit 2:1 fuer sich. Damit holte er ueberraschend den Meistertitel nach Boeblingen.
Im Fliegengewicht musste Eduard Deisling gegen Sergej Dryga vom Boxing Villingen-Schwenningen in den Ring. Die erste Runde verlief ausgeglichen, danach legte Dryga zu, setzte den Boeblinger unter Druck, der sogar angezaehlt werden musste. In der dritten Runde konnte Deisling zulegen unterlag am Ende aber knapp. Nachwuchsboxer Erwin Kliese kam wegen fehlender Gegner nicht zum Einsatz. Er hinterließ dafür in den Trainingseinheiten und Sparringskaempfen einen guten Eindruck.



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