Böblingen kann doch gewinnen

Von: Redaktion

Mit einem wichtigen 84:75 Heimerfolg über RW Stuttgart haben die Böblingen Panthers endlich ihre Niederlagenserie beendet. Dabei ging die Partie, genau wie im Hinspiel, in die Verlängerung – dieses Mal jedoch mit dem besseren Ende für Böblingen.

Lange war man einem Rückstand aus dem ersten Viertel hinterhergelaufen, hatte dann das Spiel mit einem Kraftakt gedreht – und nach 40 Spielminuten schienen die Böblinger Panthers erneut mit leeren Händen da zu stehen. Eine 65:59-Führung knapp drei Minuten vor dem Ende reichte nicht: ein dummes Foul beim Korbwurf und drei vergebene Freiwürfe sorgten dafür, dass 30 Sekunden vor Schluss Böblingen nur noch mit 65:64 führte – und die Gäste punkteten zum 65:66. Ein letzter Angriff blieb den Panthers. Verzweifelt suchte man die Lücke in der Verteidigung um zum Korb zu gelangen und fand Stephan Illg unter dem Korb, der fast mit der Schlusssirene beim Wurfversuch gefoult wurde. Zwei Freiwürfe konnten nun über Sieg oder bittere Niederlage entscheiden. Nach einem Fehlwurf im ersten Versuch blieb Illg cool und verwandelte den zweiten Freiwurf zur Verlängerung.
Vorangegangen war eine Spiel, in dem Böblingen zunächst nervös begonnen und sich manch unnötigen Fehler erlaubt hatte. Die Stuttgarter konnte ihre Stärke im Schnellangriff ein ums andere Mal ausspielen und entschieden das erste Viertel mit 23:13 für sich. Dann jedoch wachten die Panthers auf. Nach einigen Auswechslungen hatte man die passende Konstellation gefunden: Während die Defensive stand sorgten Arber Shabani, Stephan Illg und Timo Ehmann offensiv für einen 14:2 Lauf zum 30:32 Anschluss. Aufgrund von zwei nachlässigen Aktionen musste man zur Pause dennoch einen 35:41 Rückstand hinnehmen.
Böblingen brauchte nach der Pause zwar einige Minuten und eine Auszeit um den Schalter endgültig umzulegen, dann jedoch ließ man sich nicht mehr aufhalten: der Rückstand wurde aufgeholt und mit einem Dreier von Marc Pfannenschwarz ging man in der 27. Minute in Führung. Stuttgart kämpfte, aber Granit Ahmetaj setzte sich mehrmals durch und erzielte wichtige Punkte, ehe er verletzungsbedingt ausschied. Die Verlängerung erreicht zu haben gab den Böblingern am Ende den nötigen Schwung. Arber Shabani trug sein Team in den zusätzlichen fünf Minuten, aus dem Stand zog man vom 66:66 auf 71:66 davon. Anthony Johnson, der vor allem defensiv eine hervorragende Partei machte, glänzte nun auch offensiv und erhöhte auf 74:68. Stuttgart punktete nun – aber Böblingen hielt dagegen. Beim 80:75 in der letzten halben Minute blieb dem Gegner nur noch ein taktisches Foul um die Uhr zu stoppen und Böblingen erhielt dadurch die Möglichkeit, die sieben Punkte  aus dem direkten Vergleich zumindest zu egalisieren. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse: der Stuttgarter Tsiminos wurde nach vielen Meckereien und Verwarnungen einmal zu oft ausfällig und handelte sich ein technisches Foul ein – was seinen Coach James Hayden dazu bewog, völlig auszurasten, bereits zum zweiten Mal aufs Spielfeld zu stürmen und gar den Schiedsrichter anzugehen. Nur mit Mühe konnte der Mann von mehreren Spielern zurückgehalten und aus der Halle begleitet werden. Indes verwandelte Arber Shabani ganz ruhig die fälligen vier Freiwürfe zum 84:75 Endstand.

Für die SV Böblingen spielten:
Ahmetaj (13 Punkte/2 Dreier), Johnson (13), Shabani (20/2), Illg (16), Baric (3), Scott, Ehmann (11), Keiner, Tschernenko (3), Pfannenschwarz (5).

05.02.2018 Herren1 › Saison 17/18
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