Starke Aufholjagd wir nicht belohnt

Von: Redaktion

Sieben Minuten waren noch zu spielen, die Böblinger Hermann-Raiser-Halle stand Kopf – gerade hatten die heimischen Panthers gegen den hohen Favoriten aus Konstanz eine furiose Aufholjagd begonnen, von über 20 Punkten Rückstand war man gerade auf sieben Punkte herangekommen. Die Nerven der Gäste lagen blank, Böblingen hielt das Heft in der Hand und hatte die Chance, das Spiel zu drehen. Drei Ballgewinne in Folge bescherten der SVB vier Angriffe, mit denen man sich die Führung hätte erkämpfen können – doch Böblingen wurde nervös und warf den Ball vier Mal nacheinander weg.

Dass es überhaupt noch einmal knapp wurde, damit hätte zuvor allerdings niemand gerechnet. Böblingen zeigte über weite Strecken des Spiels, dass man durchaus mithalten konnte, hatte aber aufgrund einer miserablen Anfangsphase (2:22) bereits eine zu hohe Hypothek zu tragen.
Böblingen wurde zu Beginn gnadenlos überrollt – ohne dabei jedoch besonders schlecht zu spielen. Symptomatisch für das erste Spielviertel sollten bereits die ersten beiden Angriffe sein. Konstanz hatte den ersten Ballbesitz, ein freier Dreier von Noah Manderla saß – 3:0 Konstanz. Im direkten Gegenangriff spielte Böblingen den eigenen Distanzschützen Luka Baric frei, der Ball fand den Weg in den Korb – und dreht sich wieder heraus. Dieses Bild wiederholte sich nun minutenlang. Jeder einzelne Böblinger Wurf ging daneben, fast immer war der Ball bereits im Korb bevor er sich wieder herausdrehte. Enormes Pech auf Böblinger Seite, eine fast hundertprozentige Trefferquote auf Konstanzer Seite – so stand es nach dem ersten Spielabschnitt 8:29.
Böblingen steckte nie auf, zeigte im zweiten Viertel Kampfgeist und konnte das Viertel auch mit 24:23 für sich entscheiden. Noch stärker dann das dritte Viertel: Böblingen warf alles in die Wagschale, Granit Ahmetaj und Anthony Johnson liefen heiß und sorgten mit fünf Dreiern für Punkte. Konstanz wehrte sich nach Kräften, konnte aber nicht verhindern, dass Böblingen den Rückstand zum Viertelende auf 64:77 reduzierte.
Ein weiterer Johnson-Dreier und vier Punkte von Viktor Tschernenko brachten die Pnathers auf 72:81 heran, die magische Zehn-Punkte-Marke war geknackt, das Momentum völlig auf Seiten der Böblinger. Konstanz leistete sich ein technisches Foul, Böblingen verkürzte weiter auf 74:81. Nun folgten besagte vier Angriffe, die das Spiel zugunsten der Panthers hätten kippen können. Die mentale Stärke, diese Situation auszunutzen fehlte den Böblingern jedoch, oder wie es der Trainer später ausdrückte: „Konstanz war so blöd, das Spiel herzugeben und wir waren zu blöd es uns zu nehmen.“

Für die SVB spielten:
Ahmetaj (24 Punkte/2 Dreier), Johnson (24/5), Scott, Baric (9/1), Lofton (3), Ehmann (4), Keiner, Tschernenko (16), Pfannenschwarz (2)

22.10.2017 Herren1 › Saison 17/18
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