20 gute Minuten sind mindestens 10 zu wenig!

Von: Fritz Schlipf

Die Böblinger hatten sich für das letzte Heimspiel eigentlich viel vorgenommen. Man wollte mit einem Sieg die Revanche für die Hinspielniederlage und den fünften Tabellenplatz sichern. Leider war man wohl nicht auf eine so aggressive Tübinger Mannschaft eingestellt.

Die ersten drei Minuten sahen noch ganz gut aus, doch beim Spielstand von 7:8 schalteten die Böblinger dann plötzlich den Kopf aus und produzierten einen Ballverlust nach dem anderen. Das war eine Kombination zwischen einer guten Tübinger Abwehr und einer katastrophalen Böblinger Offensiveleistung. Ganze fünf Pünktchen verbuchten die Böblinger in den restlichen sieben Minuten des ersten Viertels. Zum Glück für die Panthers waren die Tübinger in der Offensive fast ebenso harmlos und erzielten fast die kompletten restlichen Punkte in diesem Viertel durch einfache Fastbreaks, die meist von Bundesligaspieler Tim Modersitzki per Dunking abgeschlossen wurden. So gingen die beiden Teams beim Stand von 12:17 in die erste Viertelpause. Zum Leidwesen der Böblinger startete das zweite Viertel wie das erste endete, mit Ballverlusten der Böblinger und einfachen Punkten der Tübinger. Nachdem Ivandic innerhalb von zwei Minuten drei Dreier in Folge verwandelte sah alles nach einem Debakel für die Panthers aus. 36:22 stand es dann zur Halbzeit.

Mit hängenden Köpfen trotteten die Böblinger Korbjäger in die Kabine. Dort fand Coach AJ wohl die richtigen Worte. Zum Anpfiff der zweiten Hälfte mussten sich die Zuschauer verwundert die Augen reiben. Das waren zwar die selben Gesichter in den identischen Böblinger Trikots, aber man hatte den Eindruck als stehe nun eine andere Mannschaft auf dem Feld. Nichts mehr zu sehen von der Unsicherheit der ersten Hälfte. Stattdessen starteten die Böblinger mit einem 12:0 Lauf und hatten den Rückstand von 14 Punkten innerhalb von drei Minuten auf zwei Punkte verringert. Leider trafen die Tübinger im Anschluss wieder drei Dreier in Folge und so konnten die Böblinger nicht die Führung übernehmen, blieben aber an den Tübingern dran. Beim Stand von 42:27 ging man in das letzte Viertel. Angetrieben von Florian Niethammer und Oliver Schlipf, die 25 der 34 Böblinger Punkte in der zweiten Halbzeit erzielten, hatte man sich wenige Minuten vor Ende des Spiels wieder auf drei Punkte an die Tübinger herangekämpft. Leider wurde der Trend enge Spiele nicht gewinnen zu können, auch in diesem Spiel wieder fortgesetzt. Durch überhastete Würfe und glücklose Einzelaktionen half man dem Gegner einmal mehr das Spiel und die Punkte mit nach hause zu nehmen.

Leider konnten sich die Panthers nicht mit einem Sieg vom heimischen Publikum verabschieden, aber durch die tolle Aufholjagd und der kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit, verdienten sich die Panthers schlussendlich doch noch einen tollen Applaus der treuen Böblinger Fans und der Cheerleaders.


Für Böblingen spielten:

Bernik 5, Günak 2, Kahlig 3, Niethammer 15, Prohaszka 6 (1 Dreier), Schlipf 15 (2), Wehrle 10, Illg, Leser.

Bei den Tübingern waren Tim Modersitzki 19, Ivandic 14 (4) und Unger 11 (3) die besten Werfer an diesem Abend.

09.04.2008 Herren1
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