Spannung pur mit glücklichem Ende

Von: Redaktion

Gute Unterhaltung scheint in dieser Saison garantiert, wenn die Böblinger Basketballer zum Heimspiel laden. Auch am Samstag kamen die Zuschauer wieder auf ihre Kosten – eine Entscheidung fiel beim hausdünnen 86:85 Erfolg erst in den letzten Sekunden.

Dabei hatte es lange nicht nach einem Böblinger Erfolg ausgesehen. Die Panthers zeigten zwar eine insgesamt ansprechende Leistung, waren aber körperlich so krass unterlegen wie bislang in keiner Partie. Gleich drei Spieler mit über zwei Metern Körperlänge und alle drei von eher kräftiger Statur sorgten dafür, dass die Böblinger Innenspieler Ehmann und Tschernenko, aber auch die Flügel Luka Baric und Isaiah Boulware vierzig Minuten lang mit allerhöchstem Körpereinsatz kämpfen mussten, um überhaupt eine Chance zu haben. Im ersten Viertel gelang es den Panthers mit Bravour, die Söflinger Centergarde vom Korb fernzuhalten, sogar deren Topscorer Marcel Friede konnte seinen einzigen erfolgreichen Wurfversuch  nur mit einem Distanzwurf erreichen. Ein 19:19 nach dem ersten Spielabschnitt konnte daher bereits als Erfolg gewertet werden. Es war jedoch absehbar, dass es immer schwerer werden würde, dagegenzuhalten. Bereits in zweiten Viertel kam dann der erste Einbruch. Böblingen mühte sich offensiv, hatte der Söflinger Übermacht defensiv aber nicht genug entgegenzusetzen. 20 der 32 Söflinger Punkte in diesem Viertel gingen auf das Konto der Centerspieler, das ganze Böblinger Team erzielte 23 und musste folgerichtig mit einem 42:51 Rückstand in die Halbzeitpause. Interessanterweise machte Trainer Döbele in der Pause den Grund für den Söflinger Punkterausch aber nicht unter dem Korb aus, sondern bei den Aufbau- und Flügelspielern. „Wir haben die Außenspieler nicht genügend kontrolliert, zuviel Zug zum Korb gestattet. Nur dadurch kam es zu Würfen in Korbnähe - und daher kurzen Rebounds, bei denen wir keine Chance hatten, während wir im ersten Viertel fast nur Distanzwürfe erlaubt haben – mit langen Rebounds, die wir oft sichern konnten.“ Offensiv verlangte der Coach derweil noch mehr Tempo, um den langen Söflingern „davonzurennen“.  Die Panthers bemühten sich, den Anweisungen Folge zu leisten – und tatsächlich: mit großem defensivem Einsatz hielt man den Gegner nun bei nur 15 Punkten und konnte selbst schnell aufholen Mit Johnson, Ahmetaj, Ehmann, Lofton und Boulware punkteten gleich fünf Böblinger Spieler abwechselnd und waren bereits nach sechs Minuten beim 58:59 wieder im Spiel. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen brachten die Panthers in der Folge noch einmal aus dem Tritt und die Gäste wieder mit acht Punkten in Front. Böblingen gab sich aber nicht auf. Angetrieben von ihren Topscorern Granit Ahmetaj und James Lofton kamen die Panthers wieder auf 74:77 heran und verkürzen gar auf 78:79 knapp drei Minuten vor dem Ende. Drei Ballgewinne in Folge verbuchte Böblingen dann, verlor aber in der Offensive komplett die Kontrolle. Übermotiviert und unkoordiniert wurde drei Mal hintereinander vorschnell abgeschlossen und die Angriffe, die den Sieg hätten sichern können damit abgeschenkt. Statt dessen punktete Söflingen dann zwei Mal, ging veirzig Sekunden vor Schluss 85:81 in Führung. Dann jedoch bewies Böblingen Nervenstärke: James Lofton versenkte einen schnellen Dreipunktewurf zum 84:85, eine hervorragende Defensivaktion brachte den Ballgewinn und Anthony Johnson traf zum 86:85 Endstand.

Für die SV Böblingen spielten:

Ahmetaj (23 Punkte/2 Dreier), Johnson (10), Boulware 11, Scott 2, Baric 2, Lofton 24, Keiner, Tschernenko 6, Pfannenschwarz 2, Ehmann 6.

20.11.2017 Herren1 › Saison 17/18
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