Starke zweite Hälfte sichert Sieg

Von: Redaktion

Zwei Gesichter wie sie unterschiedlicher nicht sein können zeigten die Böblinger Panthers beim Auswärtsspiel in Schwäbisch Gmünd. Einer miserablen ersten Hälfte folgte ein von großem Kampfgeist geprägter zweiter Spielabschnitt, in dem die Böblinger sich von ihrer indiskutablen Leistung rehabilitierten und einen wichtigen 74:70 Auswärtserfolg einfuhren.

Lange Zeit sah es aber zunächst so aus, als würde es ein sehr bitterer Abend für die Panthers werden, die auf  ihren zweiten Point-Guard Marc Pfannenschwarz und Youngster Steffen Keiner verzichten mussten. Nach einer chaotischen Anfangsphase lief bei Böblinger weiterhin offensiv nicht viel zusammen während Schwäbisch Gmünd nach einigen Minuten die Kontrolle gewann. Viel schlimmer als im Angriff sah es jedoch in der Defensive der Böblinger aus. Wer wissen wollte wie nachlässig Böblingen in der Abwehr agierte musste nur auf die Foulstatistik schauen. Bis zur 15. Minute hatte das gesamte Böblinger Team kein einziges Foul begangen, zur Halbzeit waren es gerade einmal zwei. Einen deutlicheren Beleg für fehlende Intensität konnte es nicht geben. Folgerichtig ließ man sich lange Zeit vom Gegner geradezu vorführen und lag bereits mit 19 Punkten zurück, ehe man nach einem Ahmetaj-Dreier mit 28:44 in die Halbzeit ging. Besonders wurmte den Böblinger Trainer zur Halbzeit, dass man den gegnerischen Centerspieler Florian Fischer nach Belieben hatte schalten und walten lassen. Allein 22 Punkte gingen in der ersten Spielhälfte auf das Konto des Gmünder Bigman.
Wie ausgewechselt präsentierten sich die Panthers nach dem Seitenwechsel. Die Defensive packte nun zu, hielt den gegnerischen Center im kompletten dritten Viertel ohne Punkt und konnte innerhalb von nur vier Minuten mit einem 11:0 Zwischenspurt auf 39:44 verkürzen. Gmünds Trainer, der ehemalige Böblinger Viktor Buchmiller, versuchte zwar den Böblinger Run mit einer Auszeit zu stoppen, die Panthers ließen sich davon jedoch nicht beirren. Granit Ahmetaj und Anthony Johnson sorgten weiter für Punkte, Böblingen kam bis auf 46:47 heran. Allein ihrem Aufbauspieler Pierre Lovic verdankten es die Gastgeber, dass sie sich kurz Luft verschaffen konnten, doch die 53:47 Führung sollte nicht lange Bestand haben. Einer Böblinger Auszeit folgte ein erneuter 7:0-Run der Gäste und die 54:53 Führung nach dem dritten Spielviertel. Derart „gepusht“ von der Aufholjagd wollten sich die Panthers dann offenbar im Schlussabschnitt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Als die Kräfte wenige Minuten vor dem Ende etwas schwanden bäumte sich Gmünd mit Center Florian Fischer noch einmal auf, Böblingen schaffte es aber, das Spiel konzentriert und mit viel Energie zu Ende zu bringen. Zwei Fehlwürfe von der Freiwurflinie der beiden Böblinger Topscorer Ahmetaj und Johnson sowie der insgesamt fünfte Dreier des Gmünder Lovic machten es noch einmal etwas spannend. Letztendlich besiegelte Anthony Johnsons Freiwurf zum 74:70 aber den Auswärtssieg.

Für die SV Böblingen spielten:
Ahmetaj (22 Punkte/3 Dreier), Johnson (21/1), Scott (6), Boulware (2), Baric, Lofton (11), Ehmann (6), Tschernenko (7).

13.11.2017 Herren1 › Saison 17/18
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